Labyrinth im verzauberten Zollerwald

Auszug aus dem Schwarzwälder Boten vom 05. August 2008

Mit einer märchenhaften Schatzsuche startet die Burg Hohenzollern in ihr Sommerferienprogramm

Von Karl Schwager 

Burg Hohenzollern. Selbst zu Märchenfiguren wurden
gestern die 50 Kinder, die durch den Zollerwald und die Burg Hohenzollern streiften: Als Königskinder machten sie sich mit Märchenerzählerin Marita Schindler auf der Suche nach einem sagenhaften Schatz.

Eigens ein Märchen verfasste Marita Schindler für das erste Abenteuer im neuen Kinder-Ferienprogramm der Burg, das gestern startete. Aus einem goldenen Buch las sie ihre spannende Geschichte auf den verschiedenen Stationen der Unternehmung, bei der am Ende eine mit Gold und Edelsteinen gefüllte Schatztruhe auf die neugierigen Entdecker wartete.

Sieben Heilkräuter für einen schützenden Medizinbeutel galt es zunächst zu finden, um gegen die vielen Gefahren in Wald und Burggemäuer gewappnet zu sein. Zwerge und Zauberer, Ritter, Elfen und Hexen waren die Gegenspieler der kleinen Schatzsucher.

Knifflige Rätsel, der schwierige Weg durch ein Labyrinth und andere Aufgaben standen ihnen auf den einzelnen Etappen ihres Abenteuers bevor.Die Aufgaben mussten bewältigt werden, um Stück für Stück den Weg zum Schatz zu finden - durch den Zollerwald hinauf bis zur Burg.

Im historischen Gemäuer war die Suche noch lange nicht zu Ende: Raum für Raum wurde die Burg durchkämmt, ein Hinweis führte zum nächsten. Ganz nebenbei gab es bei dieser Gelegenheit viel Wissenswertes über die Burg und die Hohenzollernfürsten zu erfahren - phantastische Märchenwelten und locker aufbereiteter Geschichtsunterricht im Doppelpack.

Im Grafensaal fand sich am Ende der etwas anderen Burgführung die gesuchte Schatztruhe. Goldtaler mit Schokoladenkern und verschiedene Edelsteine, Ritterfiguren und Fächer waren in ihr verborgen, aber auch eine Kristallkugel, um dem bösen Zauberer den Garaus zu machen und Marita Schindlers Geschichte zu einem guten Ende zu bringen.

Mit einem Tänzchen im Grafensaal endete die Schatzsuche der kleinen Helden, die sichtlich Vergnügen am ersten Ferienprogramm der Burg hatten. Der fünfjährige Noel war mit seinen Eltern sogar aus der Schweiz angereist, um an der Schatzsuche teilzunehmen.

Das Kinderferienprogramm der Burg geht übrigens munter weiter: Nach der Schatzsuche kommen als nächste kleine Prinzessinnen und mutige Drachenjäger zum Zug.

Viele Kinder spielen bei der Kanone auf dem Burgof der Burg Hohenzollern.

Verschnaufpause auf der Schatzsuche: Gestern startete das Sommerferienprogramm der Burg Hohenzollern. Foto: Schwager

 

 

Wer findet den Schatz?

Auszug aus der Hohenzollerischen Zeitung vom 05.August 2008

Märchen führt rund um und in die Burg Hohenzollern

Abenteuer, Rätselraten und einen Schatz gab es gestern auf der Burg zu entdecken. Kinder und auch Erwachsene waren mit Begeisterung dabei. Im Rahmen des Ferienprogramms war es eine Premiere.

MARTIN FLINK
 
Burg Hohenzollern. Eine Schatzsuche ist schon eine echte Herausforderung. Punkt 10 Uhr wurden die 25 Kinder und deren Eltern auf dem Parkplatz unterhalb des Gemäuers von Marita Schindler, die die Schatzsuche leitete, Burg-Mitarbeiter Roland Beck und Verwaltungsleiterin Ursula Hakim begrüßt. Nach einer kurzen Einführung ging die Suche für die kleine Gruppe auch schon los. Ihr Weg führte über Wege durch den Zollerwald zur Burg - und dort dann zur Schatztruhe.

Damit es den Kindern nicht langweilig wird, hatte sich Marita Schindler, professionelle Märchenschreiberin, eine Geschichte rund um einen König und dessen Kampf gegen einen Zauberer ausgedacht: "Der Schatz von Urulu".

Der König ist auf der Suche nach einer Gemahlin. Eines Nachts erscheint ihm sein Vater im Traum, dieser stellt ihn vor die Aufgabe, ihm endlich Seelenfrieden zu bringen. Dafür benötige der König aber den "allweisen Stein der Ewigkeit", der von einem Zauberer auf einer Burg versteckt wurde. Dort werde, verspricht der Vater, der Sohn auch seine zukünftige Gemahlin finden.

Nach einem zehnminütigen Fußmarsch durch den Zollerwald erreicht die Gruppe die erste Station. Die Aufgabe lalltet hier: Findet sieben verschiedene Heilkräuter auf dem Weg zur nächsten Station.

Dort angekommen, geht auch die Geschichte des Königs weiter. Dieser befindet sich im "Labyrinth der 1001 Verzauberungen". In der Mitte steht eine Schatulle, die von wilden Tieren des Zauberers bewacht wird. Durch die Heilkräuter befreien die Kinder Zwerge, die den König unterstützen und die Tiere vertreiben.

In der Schatulle liegt aber noch mehr: Für jeden Abenteurer eine Weisheit aus einem Märchen, die er auswendig lernen soll.

Bei der "alten Buche von Wilhelmsmal" sagen die Kinder der "Waldmutter" schließlich ihren Spruch auf. Diese belohnt die Mädchen und Jungen mit Süßigkeiten -und einer neuen Herausforderung: dem Aufstieg zur Burg. Mit viel Vorsicht geht es über steile und enge Trampelpfade hinauf. Oben angekommen, gehen Suche und Geschichte weiter. Denn der Märchenkönig gerät in einen Kampf mit den "Urulu", den Untertanen des Zauberers. Doch der tapfere König kann sich mit dem "blauen Licht", dass er als Hilfe und Wegweiser für seine Suche erhalten hat, wehren.

Kurz darauf erscheint ihm der Zauberer. Dieser meint, der König brauche die "Geschichte vom Herzen der Welt", sonst werde er zu Stein erstarren. Diese sei aber in einer Geheimschrift geschrieben und befände sich an einem geheimen Ort. Die Kinder sollen die Geschichte nun mit Hilfe des "blauen Lichts", das ihnen den jeweils nächsten Hinweis zeigt, finden.

Diese Suche führt durch viele Teile der Burg. Der erste Teil, durch die königlichen Gemächer, endet im Stammbaum-Zimmer, in dem die Kinder ein Wörterrätsel lösen müssen. Danach geht es zum großen Endspurt. Der Weg führt zuerst auf den Dachboden der Burg, auf dem die Mädchen und Jungen die Hinweise darauf, wo der Schatz und der "allweise Stein der Ewigkeit", der zudem hilft, den Zauberer zu besiegen, versteckt ist. Um dahin zu gelangen, sollen die Kinder der "goldenen Schnur" bis zur Schatzkammer folgen. Zuerst führt diese aber noch in das Arbeitszimmer von Georg Friedrich, in dem die Kinder den Schlüssel für die Schatztruhe und einen Gruß des Prinzen finden. Am Ende der "goldenen Schnur" sehen die Kinder endlich ihre Schatztruhe. In dieser befindet sich der "allweise Stein der Ewigkeit", durch den der König den Zauberer besiegen und seine zukünftige Gemahlin retten kann.

Für die Kinder gab es auch eine Belohnung: Jeder erhielt eine Ritter- oder Prinzessinenfigur, Goldtaler und einen Halbedelstein. Die Freude war dementsprechend groß.

Wer diese Schatzsuche auch einmal erleben möchte, der muss sich allerdings bis zum 4. September gedulden (07471/920787)

 

Spielende Kinder bei der Kanone auf dem Burghof der Burg Hohenzollern.

Die Kinder machen eine Pause und sitzen auf Baumstämmen im Wald.

Kinder mit Betreuern gehen durch den Wald.

 

Kinder schauen in eine geöffnete Truhe.

 

Es war eine spannende Suche:

Der Weg führte durch den Zollernwald,
in den Burghof -
bis hin zur Schatztruhe.

Fotos: Martin Funk

 

 

Schätze, Drachen und Prinzessinnen

Auszug aus der Hohenzollerischen Zeitung vom 01. August 2008

Das Ferienprogramm der Burg Hohenzollern lädt ein zu spannenden und lustigen Stunden innerhalb und außerhalb der Burgmauern.

Burg Hohenzollern. Wo nur ist der Schatz versteckt? Führt die Schatzkarte zur Hexenlinde oder vielleicht an einen geheimen Treffpunkt früherer Ritter?

  • Schatzsuche: Eine spannende Schatzsuche führt am Montag, 4. August, und am Donnerstag, 4. September, jeweils von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr durch die Burg, in die Geheimgänge und an unbekannte Orte inner- und außerhalb der Burg.
  • Prinzessinen-Treffpunkt (für Mädchen bis zwölf): Wenn sich die Prinzessinnen auf Burg Hohenzollern treffen, öffnen sich königliche Räume. Eine märchenhafte, spielerische Aktivität - auf den Spuren von Dornröschen und Co - bietet am Freitag, 15. August, und Montag, 25. August jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr, von 12.30 bis 14.30 Uhr und von 15.30 bis 17.30 Uhr ein abwechslungsreiches und spannendes Kinder-Programm. Kronenwettlauf, Fächerspiel, Märchenstube, Feentanz und vieles mehr wird das Herz manch einer jungen Prinzessin sehr erfreuen.
  • Drachenjagd (für Jungs bis zwölf): Welcher Junge möchte nicht einmal Ritter sein und auf abenteuerlichem Weg die Burg Hohenzollern erkunden? Hier erfahren die jungen Helden etwas über die ritterlichen Tugenden im Mittelalter und suchen den grausigen Drachen, der immer wieder Teile der Burg verwüstet. Ob es wohl gelingt ihn zu finden und zu besiegen? Das hängt von der Stärke und Schlauheit der Ritter ab.Die „Drachenjagd" findet am Donnerstag, 14. August, und Dienstag, 26. August, jeweils von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr, von 12.30 bis 14.30 Uhr und von 15.30 bis 17.30 Uhr statt.
  • Prinzessin einmal anders (für Kinder im Grundschulalter): Wo ist Prinzessin Sophie-Charlotte? Es geht auf die spannende Suche nach der kleinen Prinzessin durch die königlichen Gemächer. Die jungen Prinzessinnen und Prinzen erfahren hier, wie der Alltag der Prinzessin und eines Stallburschen in der Barockzeit aussah. Was wurde damals gegessen und gespielt? Warum hat man sich nicht gerne gewaschen? Wie sieht eine Flohfalle aus? Bei der Suche nach der Prinzessin hilft der goldene Faden ihres Kleides, der durch die Prunkräume, auch in die Rüstungskammer und den Geheimgang führt. „Prinzessin Einmal Anders" heißt es am Mittwoch, 3. September, von 10 bis 12 Uhr.

Für alle Programmpunkte wird ein geringer Unkostenbeitrag erhoben. Außerdem ist eine Anmeldung erforderlich unter 07471-920787.

 

 

 

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